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Wie führt ein kleines oder mittleres Unternehmen KI sinnvoll ein?

Stand 10. September 2026 · 7 Minuten Lesezeit

1. Eine Aufgabe wählen, deren Ergebnis Sie beurteilen können

„Wir wollen KI einsetzen“ ist noch keine prüfbare Aufgabe. „Unsere freigegebenen Monatsdaten aus CSV in einer kontrollierbaren Übersicht zusammenfassen“ ist eine. Weitere geeignete Kandidaten sind Angebotsvergleiche oder ein Präsentationsentwurf aus einem vorhandenen Bericht. Die Biwak-Vorführung und der Artikel zu KI-Agenten und Büroaufgaben zeigen konkrete Eingaben, Ergebnisse und Abnahmekriterien.

  • Die Aufgabe kommt regelmäßig vor und ihr heutiger Ablauf ist bekannt.
  • Sie lässt sich mit einer überschaubaren, freigegebenen Dateikopie durchführen.
  • Eine fachkundige Person erkennt Fehler am Ergebnis und an den Quellen.
  • Ein misslungener Versuch beendet den Test, ohne Kunden, Zahlungen oder Originaldateien zu verändern.

2. Zuständigkeit und Datenweg vor dem Versuch klären

Die kurze Vorbereitung für den Pilotversuch
Fachlich verantwortlichWer prüft die fertige Arbeit?Name, Vertretung und Abnahmekriterien festhalten. Der Anbieter des Werkzeugs kann die fachliche Richtigkeit Ihres Ergebnisses nicht stellvertretend bestätigen.
Daten und ZugriffWelche Informationen dürfen in diesen Versuch?Eingaben, Anhänge, Gesprächskontext und Werkzeugausgaben berücksichtigen. Für einen ersten Funktionstest können selbst erstellte Beispieldaten sinnvoll sein; echte Daten erfordern die entsprechende Freigabe.
Technik und BetriebWer richtet Zugang, Berechtigungen und Rückweg ein?Arbeitsordner, Konto, zugelassene Dienste, Kostenrahmen, Sicherung und Vorgehen bei einem Fehler dokumentieren.
BeschäftigteWer muss beteiligt und eingearbeitet werden?Die Mitarbeitenden, die mit dem Ergebnis weiterarbeiten, gehören in den Versuch. Datenschutz und gegebenenfalls Betriebsrat frühzeitig einbeziehen.

Bei Biwak beschreiben Datenschutzerklärung und Sicherheitsseite den Modellzugang und die technischen Grenzen. Welche Vereinbarungen Ihr Einsatz benötigt, hängt von Rollen, Daten und Verarbeitung ab. Die vorhandenen Leitfäden zu Auftragsverarbeitung, Betriebsrat und Datenschutz-Folgenabschätzung dienen als Orientierung für diese Prüfung; der Pilotplan ist keine rechtliche Freigabe.

3. Den heutigen Aufwand als Ausgangswert festhalten

Bearbeiten Sie repräsentative Aufgaben zunächst mit Ihrer bisherigen Arbeitsweise. Erfassen Sie aktive Arbeitszeit, Wartezeit, Fehler und erforderliche Korrekturen getrennt. Verwenden Sie beim KI-Versuch vergleichbare Aufgaben mit denselben Abnahmekriterien. Wenn dieselbe Person dieselbe Datei zum zweiten Mal bearbeitet, kann sie durch den Lerneffekt schneller sein; werten Sie diesen Unterschied nicht ungeprüft als KI-Effekt.

Führen Sie auch misslungene Versuche auf. Eine Auswertung, die nur erfolgreiche Demonstrationen enthält, hilft nicht bei der Entscheidung für den Alltag. Notieren Sie je Versuch Produktversion, verwendetes Modell, Eingaben und relevante Einstellungen, damit Sie das Ergebnis bei einem späteren Wechsel neu prüfen können.

4. Eine Excel-Auswertung wirklich abnehmen

  • Eingang kontrollieren: Stimmen Dateiversion, Zeitraum und Zahl der eingelesenen Zeilen?
  • Rechnung kontrollieren: Stimmen Gesamt- und Teilsummen? Wurden Währungen, Dezimaltrennzeichen, Stornos und leere Werte korrekt behandelt?
  • Ausnahmen kontrollieren: Sind unklare oder verworfene Zeilen sichtbar, statt still aus der Auswertung zu verschwinden?
  • Datei öffnen: Funktionieren die relevanten Formeln und Verknüpfungen in Ihrem Tabellenprogramm? Ist das Ergebnis ohne die Unterhaltung verständlich?
  • Aufwand zählen: Wie viel Arbeit war für Auftrag, Rückfragen, Kontrolle und Reparatur nötig?

Bei Dokumentvergleichen ersetzen Quellenstellen und Vollständigkeitsprüfung den Summenabgleich. Bei Präsentationen kommen die fachliche Aussage jeder Folie und die visuelle Kontrolle hinzu. Ein überzeugend formulierter Text ersetzt keine dieser Prüfungen.

5. Nutzen und Kosten ohne Scheingenauigkeit vergleichen

Vergleichen Sie den Aufwand pro akzeptierter Aufgabe. Dazu gehören die menschliche Bearbeitung, die Prüfung und Nacharbeit, anteilige Einrichtung und laufende Werkzeugkosten. Technische Wartezeit ist nur dann gewonnene Arbeitszeit, wenn die Person währenddessen sinnvoll etwas anderes tun kann.

Rechenbeispiel mit erfundenen Werten, keine Biwak-Leistungsmessung
Bisherige Bearbeitung40 Minuten je akzeptierter Aufgabe
Mit KI25 Minuten5 Minuten Vorbereitung, 12 Minuten Kontrolle und 8 Minuten Nacharbeit.
Zeitdifferenz15 Minuten je AufgabeBei 20 gleichartigen Aufgaben wären das rechnerisch 5 Stunden. Erst danach sind Einrichtung und laufende Kosten gegenzurechnen. Ob das bei Ihnen eintritt, ist das Ergebnis des Piloten.

Die aktuellen Biwak-Tarife helfen bei der Kostenseite. Preis und verfügbare Nutzung allein entscheiden noch nicht: Ein günstiger Versuch mit viel Nacharbeit kann teurer sein als der bisherige Ablauf. Ein allgemeines Versprechen einer bestimmten Zeitersparnis leiten wir aus diesem Beispiel nicht ab.

6. Eine klare Entscheidung treffen

Drei mögliche Ergebnisse des Piloten
AusweitenQualität und Gesamtaufwand passenDie vereinbarten Kriterien werden im relevanten Aufgabenmix erfüllt, Zuständigkeit und Datenweg sind geklärt. Erweitern Sie zunächst auf ähnliche Aufgaben.
Eingrenzen und erneut prüfenDer Nutzen hängt von bestimmten Voraussetzungen abBeispiel: Tabellen mit klaren Spalten funktionieren, Scans nicht. Dokumentieren Sie diese Grenze und erlauben Sie nur den geprüften Fall.
BeendenDie Aufgabe oder das Werkzeug passt nichtKeine verwertbare Zeitersparnis, unzureichende Qualität oder ungeklärte Datenverarbeitung sind Gründe, den Versuch nicht in den Alltag zu übernehmen.

Wenn Biwak zu Ihrer Aufgabe passt, führen Download und Einrichtung zum ersten Versuch. Für die gemeinsame Auswahl einer geeigneten Aufgabe können Sie einen Termin anfragen. Der Produktvergleich hilft, wenn Zusammenarbeit, vollständig lokale Modelle oder eine Fachanwendung für Sie entscheidend sind.

Herkunft dieser Checkliste

Diese Checkliste ist ein Vorschlag der Biwak-Redaktion für einen nachvollziehbaren Pilotversuch. Die Beispielaufgaben und Rechenwerte sind redaktionelle Beispiele, keine Kundenstudie und kein unabhängig gemessener Produktivitätsnachweis. Die verlinkten Fachartikel und Produktseiten nennen ihre jeweiligen Quellen und Prüfstände.

Passende nächste Schritte

Was dazu gefragt wird

Wie lange sollte ein KI-Pilot dauern?

So lange, bis der relevante Aufgabenmix und seine Fehlerfälle bewertet werden können. Eine feste Zahl von Tagen belegt noch keinen Nutzen. Legen Sie vorab einen begrenzten Umfang und einen Entscheidungstermin fest und dokumentieren Sie, wenn die Daten für eine Entscheidung noch nicht reichen.

Welche Aufgabe eignet sich für den ersten Versuch?

Eine wiederkehrende Aufgabe mit klaren Eingaben, überschaubaren Folgen und prüfbarem Ergebnis, etwa eine Monatsübersicht aus einem freigegebenen CSV-Export oder ein Angebotsvergleich mit Quellenstellen. Wählen Sie eine Aufgabe, deren bisherige Bearbeitung Sie kennen.

Wie misst ein KMU die Zeitersparnis durch KI?

Vergleichen Sie den gesamten menschlichen Aufwand je akzeptiertem Ergebnis mit dem bisherigen Ablauf. Zählen Sie Einrichtung, Eingabe, Kontrolle und Nacharbeit mit und dokumentieren Sie Fehlversuche. Einzelne schnelle Demonstrationen sind kein belastbarer Durchschnitt.

Müssen wir dafür programmieren können?

Für einen Auftrag in der Biwak-Oberfläche müssen Sie keinen Code schreiben. Sie brauchen jedoch eine Person, die die Aufgabe fachlich kennt und das Ergebnis prüft. Technische Einrichtung, Zugriffe und besondere Dateiformate können zusätzliche Unterstützung erfordern.