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Ratgeber

Vergleiche

Biwak oder DeepIP: Welche Aufgabe soll das Werkzeug lösen?

Biwak und DeepIP im Vergleich: allgemeine Büroaufgaben mit Dateien oder Patentarbeit von der Recherche bis zur Antwort auf den Prüfungsbescheid, mit Quellen.

Mit KI-Unterstützung erstellt

Veröffentlicht

Aktualisiert 3 Min. Lesezeit

Zwei Werkzeuge für verschiedene Aufgaben

Die Produktseiten von DeepIP beschreiben Module für den Entwurf von Anmeldungen, für das Prüfungsverfahren, für Recherche sowie für Freedom-to-Operate- und Patentierbarkeitsanalysen. Das sind Angaben des Anbieters zum Funktionsumfang, kein unabhängiger Nachweis, dass die Ergebnisse fachlich stimmen.

Biwak und DeepIP, Stand 23. September 2026
BiwakDeepIP
Wofür gebautAllgemeine Büroaufgaben: Dateien lesen und auswerten, neue Dateien wie CSV-Tabellen oder HTML-Seiten anlegen.Patentarbeit: vollständige Anmeldungsentwürfe aus Erfindungsmeldungen, Erwiderungen auf Prüfungsbescheide mit Rechtsprechungsnachweisen, Recherche und Analysen.
PatentdatenKeine Patentdatenbank; in der Desktop-App praktisch keine Websuche. Gearbeitet wird mit Ihren Dateien.Semantische Suche in einem Patentbestand laut Anbieter.
ArbeitsumgebungDesktop-App für macOS und Windows mit einem gewählten Arbeitsordner.Das Modul für das Prüfungsverfahren arbeitet laut Anbieter direkt in Microsoft Word.
DatenModellaufträge gehen an die PREM SA in der Schweiz, gerechnet wird laut Prem in der EU; Rechenpartner nicht öffentlich benannt, AV-Vertrag in Vorbereitung. Einzelheiten.Speicherung laut Anbieter bei Microsoft Azure in den USA oder der EU, je nach Standort des Kunden; kein Training mit Kundendaten.
PreisMonatsabo (Basislager 19 €, Seilschaft 99 €), vorher einmalig 100 Test-Credits ohne Zahlungsdaten; ein Biwak-Konto ist nötig. Tarife.Kein Preis genannt. Fragen Sie ein Angebot und einen Test mit Ihren eigenen Fachaufgaben an.

Was DeepIP besser kann

Für die eigentliche Patentarbeit bringt DeepIP Fachabläufe mit, die ein allgemeiner Agent nicht hat:

  • Von der Erfindungsmeldung zur Anmeldung: Der Anbieter beschreibt vollständige Anmeldungsentwürfe, die auf die jeweilige Rechtsordnung zugeschnitten sind.
  • Prüfungsbescheide: Zurückweisungen werden analysiert und strukturierte Erwiderungen mit Rechtsprechungsnachweisen entworfen, direkt in Word mit Kommentaren und Änderungsverfolgung.
  • Recherche und Analysen: Suche im Patentbestand, Freedom-to-Operate und Patentierbarkeit sind eigene Module; Biwak hat keine Patentdatenbank und arbeitet mit Ihren Dateien.

Prüfen Sie DeepIP für Entwurf und Verteidigung von Patenten, Biwak für die Büroarbeit drumherum. Unveröffentlichte Erfindungen gehören bei beiden erst nach der berufsrechtlichen Prüfung in den Ablauf; was § 39c PAO dafür verlangt, steht im Artikel KI in der Kanzlei.

Testfall: ein Anmeldungsentwurf aus einer veröffentlichten Erfindung

Nehmen Sie für den Test eine Erfindung, die bereits veröffentlicht ist, damit kein Geheimnis im Material steckt. Lassen Sie DeepIP daraus einen Anmeldungsentwurf erstellen und die Erwiderung auf einen abgeschlossenen Prüfungsbescheid entwerfen. Von Biwak verlangen Sie nur, was ein allgemeiner Agent leisten kann: eine Tabelle der Merkmale mit Fundstellen aus Ihren Unterlagen oder eine Fristenliste aus einer Akte. Eine Patentanwältin oder ein Patentanwalt bewertet beide Ergebnisse und notiert den Korrekturaufwand; erst danach lohnt ein Test mit echtem Mandatsmaterial.

Grundlage dieses Vergleichs

Den Vergleich hat Biwak geschrieben, also ein Beteiligter; die fachliche Qualität von DeepIP haben wir nicht geprüft. Die Angaben zu DeepIP stammen von deepip.ai und den Produktseiten zu Entwurf und Prüfungsverfahren, abgerufen am 23. September 2026. Getestet haben wir keines der beiden Werkzeuge an Patentmaterial; der Testfall oben ist eine Anleitung für Ihren eigenen Versuch. Hinweise auf Fehler bitte an kontakt@biwak.ai.

Häufige Fragen

Darf eine unveröffentlichte Erfindung in ein KI-Werkzeug?

Nur nach Prüfung. § 39c PAO verlangt für Dienstleister einen Vertrag in Textform mit Verschwiegenheitsverpflichtung und bei Diensten im Ausland einen vergleichbaren Geheimnisschutz. Der Bundesverband Deutscher Patentanwälte weist darauf hin, dass eine Veröffentlichung der Neuheit schadet und Anonymisierung nicht hilft, weil der technische Kern das Geheimnis ist. Das DPMA selbst setzt für nicht offengelegte Anmeldungen derzeit nur interne KI-Anwendungen ein (FAQ zur Mitteilung Nr. 1/26).

Ersetzt Biwak eine spezialisierte Patentsoftware?

Nein. Biwak sagt weder eine Patentdatenbank noch eine fachliche Patentprüfung zu. Für Anmeldungsentwürfe und Prüfungsbescheide ist ein Fachwerkzeug die passende Kategorie; Biwak hilft bei den Büroaufgaben daneben.

Worauf achtet man bei einem Pilotversuch für Patentarbeit?

Auf freigegebenes oder veröffentlichtes Material, auf eine Abnahme durch eine fachkundige Person und auf den Korrekturaufwand je Ergebnis. Prüfen Sie, ob Quellenstellen stimmen und der Entwurf fachlich vollständig ist. Ein allgemeiner Dateitest reicht für diese Frage nicht aus.

Quellen

  1. DeepIP: Produktübersicht (ohne Datum, geprüft am 23. September 2026)
  2. DeepIP: Patent Drafting, Entwurf und Datenhaltung (ohne Datum, geprüft am 23. September 2026)
  3. DeepIP: Patent Prosecution, Prüfungsbescheide und Word (ohne Datum, geprüft am 23. September 2026)
  4. § 39c PAO (Inanspruchnahme von Dienstleistungen)
  5. Bundesverband Deutscher Patentanwälte: Künstliche Intelligenz als Mitarbeiterin in der Patentanwaltskanzlei, 23. Februar 2026
  6. DPMA: FAQ zur Mitteilung Nr. 1/26 vom 2. März 2026, Stand 21. Juli 2026
  7. Biwak: Datenschutzerklärung, Abschnitt 14 (Anfragen an ein Sprachmodell)

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